Fotospiegel (Magic Mirror) – Fotobox 2.0?

Fotobox 2.0 – der Fotospiegel (Magic Mirror)

In Deutschland noch weitestgehend unbekannt aber definitiv noch cooler als „Standard“ Fotoboxen sind Fotospiegel, auch genannt Magic Mirrors.
Wenn man so will kann man diese Level – 2 – Fotobox als eine Art Weiterentwicklung der normalen Photobooth ansehen. Durch die interaktive Bedienung und des schicken Look´s sind diese Spiegel perfekt für Messen, große Hochzeiten und Firmenevents.

Hier mal einige Bilder und Videos zu der Funktionsweise, gerne auch einfach mal auf Youtube suchen:

Mein Fotospiegel (Magic Mirror)

 

Aufgrund einiger Anfragen zu diesem Thema habe ich Heute mal begonnen eine Bauanleitung für den Fotospiegel zu schreiben.

Der Effekt des Fotospiegels besteht aus einem Spiegel auf dem Anweisungen und Kommandos auftauchen. (siehe Video) Außerdem ist keine Kamera zu sehen, da diese hinter dem Spiegel sitzt und durch diesen hindurch fotografiert. Die komplette Spiegelfläche wird als Touchscreen benutzt. Das setzt der ganzen Sache die Krone auf und lässt den Fotospiegel zu einem einzigartigem Erlebnis auf dem Event werden.

Wie funktioniert das nun?

Fangen wir mit dem Spiegel an. Der Spiegel ist ein spezieller Spionspiegel. Dieser reflektiert das Spiegelbild von vorne aber lässt ganz helle Elemente hinter dem Spiegel trotzdem durchscheinen. Das Geheimnis hierfür ist die Mischung des Glases. Mein Spiegel hat einen Lichttransmissionsgrad von 20% und eine Stärke von 6mm. Bestellt habe ich diesen bei glastroesch in Freiburg. Diese Firma gibt es nun leider nichtmehr, allerdings konnte ich einen Kontakt bei der Firma GLAS FRITZ finden, der weiterhin solch Spezielle Spiegel vertreibt.
Die Kontakt – Email hierfür ist: m.kropiwoda@glas-fritz.com Wichtig: Bitte bei einer Anfrage meine Emailadresse in CC setzten: nico.reyersbach@gmail.com . In die Email sollten die Maße des benötigten Spiegels, die gewünschten Spezifikationen (Transmissiongrad und Stärke) und die Beschaffenheit der Kanten (geschliffen).

Technik

Hinter dem Spiegel (im Inneren des Fotospiegels) sitzt nun ein großer Fernseher der ein Bild ausgibt, welches bis auf die hellen Elemente die unbedingt durchscheinen sollen, komplett schwarz ist. Wichtiger Hinweis hierzu: Die Rückseite des Spiegels habe ich komplett mit schwarzen Stoff ausgelegt und nur den TV und ein kleines Loch durch das die Kamera fotografieren kann ausgeschnitten. Macht man das nicht könnte es sein, dass LED´s von USB-Hub oder PC nach vorne durchscheinen und das wäre natürlich sehr unschön. Trotz vieler Hinweise in diversen Englischsprachigen Foren, dass man unbedingt OLED bzw. teurere Fernseher hierfür benutzen solle, da diese das schwarz besser wiedergeben habe ich mich damals für die folgende und günstigere Variante entschieden und bin damit bis jetzt super zufrieden! Wichtig: Der TV muss selbstverständlich kleiner sein als der IR – Touch – Rahmen damit noch genügend Platz für die Kamera darüber ist J

Auf dem Spiegel zur „Nutzerseite“ hin liegt ein Infrarot – Touchrahmen. Dieser ist auf den Bildschirm hinter dem Spiegel kalibriert und kommuniziert bei Berührung des Spiegels die X – und Y – Koordinaten der Berührung an den PC auf dem die zugehörige Software läuft. Die Dimensionierung habe ich so gewählt, dass ich einen 55 Zoll IR- Touchrahmen über den 40 Zoll TV gelegt habe. Mit dem Gehäuse des Spiegels etc. passt das ganze Gebilde nun gerade so noch in meinen Kofferraum. Der Touchrahmen liegt im verbauten Zustand nun in einer Nut die ich in den Zierrahmen des Spiegels gefräst habe. Direkt dahinter liegt der Spionspiegel und beides zusammen ist von hinten mit einem Kantholz fixiert und kann somit nicht herausfallen.
Ich habe damals einen IR-Rahmen von Xintai verbaut. Der Touchrahmen ist leider nicht mehr auf Amazon verfügbar. Hier ein Link zu einem ähnlichen Produkt, dass genauso funktionieren sollte.

Software

Als Software habe ich wieder DSLR – Booth benutzt. Hier gibt es mit dem neuen Update eine Funktion mit der man animierte Videoclips abspielen kann. Funktioniert perfekt für meinen Fotospiegel!

Kamera

Als Kamera habe ich eine Canon EOS 1300D benutzt, welche ich mit einem 24mm Weitwinkelobjektiv ausgestattet habe. So sind super schöne Hochkant – Ganzkörperportraits möglich. Die Kamera sitzt wie auch bei einer Normalen Fotobox auf einem Kugelkopf damit der Winkel je nach Platzverhältnissen verändert werden kann. WICHTIG: Ich habe an das Objektiv noch eine Gummi – Gegenlichtblende gebaut und diese so zugeschnitten, dass sie genau am Spiegelglas anliegt und keine seitlichen Reflexionen mit ins Bild lässt. Das war wichtig, denn ohne hatte ich immer unschöne Schatten oder Verspiegelungen im Bild.


Bilder

Hier aufgrund der vielen Anfragen noch einmal zwei Bilder vom Innenraum meines Fotospiegels.

Du hast weitere Fragen oder wärst an einer genaueren Bauanleitung interessiert?

Falls ja, bitte schreibt mir auf: nico.reyersbach@gmail.com

 

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